Beschichtung OF69999.0003
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OF69999.0001
OF69999.0003

Lackeigenschaften:
 

1. Materialbeschreibung:

das zu Erzeugung der Oberfläche OF69999.0003 eingesetzte Material ist ein chemikalien-, licht- und wetterbeständiges Zwei-Komponenten-Material auf Polyurethan-Basis. Nach erfolgter Aus­härtung zeigt die Oberfläche auch bei extremer Wetterbeanspruchung keine Vergilbungs- und Kreidungserscheinungen und ist darüber hinaus abriebfest, elastisch, kratzunempfindlich und gegen Lösemittel, Chemikalien, Avivagen, synthetische Kühlmittel, Hydrauliköle und Reinigungsmittel beständig.

2. Anwendungsbereiche:

wird vorzugsweise für die Abschlussbeschichtung eingesetzt, wenn an die Lackierung hohe Ansprüche hinsichtlich der Chemikalien- und Korrosionsbelastung (siehe Punkt 6.) gestellt werden oder extreme Wetterbeanspruchung vorliegt.

3. Farbton:

Lieferbar in allen Farbtönen , bevorzugt in RAL 7035 lichtgrau

4. Glanz:

Seidenglänzend

5. Untergrundvorbehandlung:

kann aufgrund der guten Haftfestigkeit direkt auf metallreinen Untergründen und schwierigen Lackträgern, wie beispielsweise verzinkten Oberflächen oder auch Duroplast -Kunststoffen, eingesetzt werden.

6. Chemische Beständigkeit gegenüber Desinfektionsmitteln:

Durchführung:

Auf die durchgetrocknete und gereinigte Fläche wird ein getränkter Wattebausch aufgelegt und mit einem Uhrenglas Ø 80 mm abgedeckt. Der Versuch wird über 72 Stunden bei Raumtemperatur durchgeführt.

Bei leicht flüchtigen Medien z.B. FREKADERM oder FREKANOL ist eine Nachbenetzung des Wattebausches erforderlich.

Beurteilung der Fläche erfolgt nach dem Abwaschen mit Wasser

Prüfkriterien:

  • Löst sich die Lackschicht? Bilden sich Blasen?
  • Ist die Oberfläche matt oder verfärbt?
  • Ist die Oberfläche, rissig oder porös / angegriffen?

Sofern o.g. Kriterien zutreffen, insbesondere bei Ablösen, Angriff oder starker Verfärbung der Oberfläche ist die Lackierung als „nicht beständig“ zu bewerten.

Bei „keinerlei Veränderung“ oder nur „leichter Veränderung“ von zwei Medien in einer Wirkstoffgruppe oder von je einem Medium in unterschiedlichen Gruppen ist die Lackierung oder Bedruckung als „beständig“ zu bewerten.

Wischtest

Zusätzlich zu dem chemischen Fleckentest wird der Wischtest durchgeführt.

Mit einem Zellstofftuch, das in Benzin oder Ethanol getränkt wird, wird in kreisender Bewegung mit normalem Gebrauchsdruck die Farbfläche oder die Bedruckung 15 Sekunden lang gewischt.

Nach dieser Zeit darf keine Ablösung, Verfärbung oder Trübung des Lackes und/oder der Bedruckung erkennbar sein.

Für die Flächen mit Anwendung von nur Flächendesinfektionsmitteln, die Medien der Gruppe:

Alkoholhaltig:

FREKANOL (40%)

unverdünnt

 

FREKADERM (80%)

unverdünnt

 

MELISEPTOL

unverdünnt

 

 

 

Tensidhaltig:

Teta-S

1%-ig

 

Teta-clean

unverdünnt

 

 

 

Aldehydhaltig:

Ultrasol F

1%-ig

 

Incidin perfekt

1%-ig

Für Flächen von Gehäusen, Bleche u.s.w. mit Anwendung der Medien wie oben und den Desinfektionsmitteln

Aktivchlorhaltig:

Sporotal 100 (4%)

unverdünnt

 

Bleach (NaOCl 12%)

verdünnt 20 : 1

 

 

 

Aktivsauerstoff- haltig:

Puristeril 340

unverdünnt

 

Peressigsäure 40%

verdünnt 10 : 1

 

 

 

sonstige:

Natronlauge 10 %

verdünnt 10 : 1

 

Glycerin/Wasser

verdünnt   1 : 1

 

Citrosteril (24%)

verdünnt 10 : 1


7.) Hygienegutachten:

Die antimikrobiellen Eigenschaften der Oberfläche wurden im Suspensionstest nach Norm JIS Z 2801:2000 geprüft.

1. Methode Suspensionstest

Für die Prüfungen werden definierte Testkeimsuspensionen Gram-negativer und Gram­positiver Bakterien-Spezies und Hefen aufgebracht. Um Beeinflussungen durch allgemeineMaterialeigenschaften zu umgehen, wird die Prüfung nach der Norm JIS Z 2801:2000 durchgeführt. Dabei werden Bakterien und Hefen aus der logarithmischen Wachstumsphase in einer Mineralbasislösung mit geringem Peptonmedium-Beischlag aufgenommen und auf die zu prüfenden Oberflächen aufgetragen. Nach der Beimpfung wird das Inokulum mit einer sterilen Folie abgedeckt, sodass sich die mikrobiologischen Suspensionen in einer dünnen Schicht auf dem Prüfling verteilen. Eine realitätsnahe Prüfung ist somit sichergestellt.

Als Null-Kontrolle werden von einem Teil der Proben die Keimzahlen nach 30 Sekunden Einwirkzeit bestimmt.

Die antimikrobielle Wirkung der Oberflächenbeschichtung wird nach Bebrütung der Testansätze bei 37°C über 18 Stunden durch Keimzahlbestimmung ermittelt. Bei einer Reduktion der Ausgangskeimzahl um > 2 Iog10 Stufen unter Berücksichtigung des Nullwertes wird die antimikrobielle Eigenschaft der Oberfläche als bakterizid resp. fungizid bei Pilzen bewertet, bei gleich bleibender Keimzahl gilt die Oberfläche als bakteriostatisch, resp. fungistatisch im Falle der Prüfung mit Pilzen.

2. Prüforganismen und Testkeimkonzentration

Gram-negative Bakterien

    Klebsiella pneumoniae MR-605971 1,0 x 104 KBE/ml

Gram-positive Bakterien

    Staphylococcus aureus DSM 346 1,0 x 104 KBE/ml
    Enterococcus faecium ATCC 6057 1,0 x 104 KBE/ml

Hefen

    Candida albicans ATCC 10231 1,0 x 104 KBE/ml

3. Ergebnisse für OF69999.0003

3.1. JIS Z 2801:2000, Ist-Werte (30 Sekunden Einwirkzeit)

Klebsiella pneumoniae

1,4 x 104 KBE/ml

Staphylococus aureus

2,0 x 104 KBE/ml

Enterococcus faecium

1,1 x 104 KBE/ml

Candida albicans

1,0 x 104 KBE/ml



3.2. JIS Z 2801:2000, Ist-Werte (18h, 37°C)

Klebsiella pneumoniae

0,5 x 107 KBE/ml

 

0,5 x 107 KBE/ml

 

1,3 x 106 KBE/ml

 

1,8 x 106 KBE/ml

Mittelwert 0,3 x 107 KBE/ml
Log-Reduktion: >2 Iog10-Stufen Wachstum

Staphylococus aureus

kK*

 

kK*

 

kK*

 

kK*

Log-Reduktion: 4 Iog10-Stufen

Enterococcus faecium

kK*

 

kK*

 

kK*

 

kK*

Log-Reduktion: 4 Iog10-Stufen

Candida albicans

1,8 x 105 KBE/ml

 

1,9 x 105 KBE/ml

 

0,6 x 105 KBE/ml

 

1,8 x 105 KBE/ml

Mittelwert 0,5 x 106 KBE/ml
Log-Reduktion: 2 Iog10-Stufe Wachstum

* kk bedeutet "kein Keimnachweis", Keimzahl war also 0.

Zusammenfassung

  • Die Beschichtung OF69999.0003 wirkt antibakteriell, bakterizid gegenüber Gram-positven Erregern.
  • Gegenüber Gram-negativen Erregern zeigt nur die Beschichtung OF69999.0001 eine antibakteriell, bakterizide Wirkung
  • die Beschichtung weist keine antimykotische Wirkung auf
    * eine Desinfektion ist weiterhin nötig

 

 

 

 

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